rewe stundenlohn
REWE Stundenlohn: Brutto und Netto im Einzelhandel verstehen
Der Stundenlohn bei REWE liegt tariflich meist zwischen 13 und 16 Euro brutto; netto hängt stark von Steuerklasse, Kindern und Sozialabgaben ab.
REWE Stundenlohn: Was Sie brutto und netto erwartet
Der Stundenlohn bei REWE ist ein häufig gesuchtes Thema – sowohl für Bewerber als auch für Beschäftigte, die ihr Gehalt einordnen möchten. Als einer der größten Lebensmitteleinzelhändler Deutschlands beschäftigt REWE Tausende von Verkäuferinnen, Verkäufern und Kaufleuten im Einzelhandel. Doch wie viel verdient man tatsächlich pro Stunde? Und was bleibt nach Steuern und Abgaben netto übrig? Dieser Artikel gibt Ihnen eine realistische Orientierung auf Basis von Tarifverträgen und öffentlichen Daten.
Brutto-Stundenlohn bei REWE: Tarifliche Grundlagen
REWE ist tarifgebunden. Die Gehälter richten sich nach den Tarifverträgen des Einzelhandels, die zwischen der Gewerkschaft ver.di und den Arbeitgeberverbänden ausgehandelt werden. Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Tätigkeit ergeben sich unterschiedliche Stufen. Für ungelernte Verkäufer/innen liegt der Einstiegsstundenlohn meist zwischen 13,50 und 14,50 Euro brutto. Gelernte Kaufleute im Einzelhandel erhalten etwa 15 bis 16 Euro. In einigen Regionen (z. B. Bayern, Baden-Württemberg) können die Sätze etwas höher sein, in Ostdeutschland oft etwas niedriger.
Zusätzlich gibt es Zuschläge für besondere Arbeitszeiten: Nachtarbeit, Sonntage oder Feiertage werden extra vergütet. Diese Zuschläge sind nicht im Grundstundenlohn enthalten und können den effektiven Stundenverdienst deutlich erhöhen.
Vom Brutto zum Netto: So berechnen Sie Ihren REWE Stundenlohn netto
Der Bruttostundenlohn ist nur die eine Seite. Was am Ende auf Ihrem Konto landet, hängt von mehreren Faktoren ab:
- Steuerklasse (I bis VI) – beeinflusst die Lohnsteuer
- Kinderfreibeträge – senken die Steuerlast
- Kirchensteuer (8 oder 9 % der Lohnsteuer)
- Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) – etwa 20–21 % des Bruttos
Ein Beispiel: Bei einem Bruttostundenlohn von 14 Euro und einer 40-Stunden-Woche (173,33 Stunden pro Monat) ergibt sich ein Bruttomonatsgehalt von rund 2.427 Euro. In Steuerklasse I (ledig, keine Kinder, keine Kirchensteuer) bleiben netto etwa 1.650 Euro übrig. Das entspricht einem Netto-Stundenlohn von rund 9,50 Euro. In Steuerklasse III (verheiratet, Partner mit geringerem Einkommen) kann der Nettostundenlohn auf 11–12 Euro steigen.
Weitere Einflussfaktoren sind die Krankenkasse (Zusatzbeitrag) und die regionale Lohnsteuer. Eine genaue Berechnung liefert der Brutto-Netto-Rechner der Bundesregierung.
Vergleich mit anderen Berufen und dem Mindestlohn
Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2025 12,82 Euro pro Stunde und steigt 2026 auf 13,90 Euro sowie 2027 auf 14,60 Euro. REWE liegt mit seinen Tariflöhnen meist über diesen Werten. Zum Vergleich: Der Median-Bruttoverdienst aller Vollzeitbeschäftigten in Deutschland liegt bei rund 45.000 Euro jährlich (ca. 21,60 Euro pro Stunde). Verkäufer/innen im Einzelhandel verdienen im Schnitt weniger – etwa 28.000 bis 35.000 Euro brutto im Jahr. Das entspricht einem Stundenlohn von 13,50 bis 16,80 Euro.
Im Berufsspiegel finden Sie weitere Gehaltsvergleiche, z. B. für Krankenpfleger/innen (ca. 42.000 €/Jahr) oder Projektmanager/innen (ca. 58.000 €/Jahr). Der REWE-Stundenlohn liegt damit im unteren bis mittleren Bereich des deutschen Arbeitsmarkts.
Regionale Unterschiede und Tarifbindung
Nicht alle REWE-Märkte sind gleich. Während Filialen in Westdeutschland oft an den Flächentarif gebunden sind, gibt es in Ostdeutschland teils niedrigere Tarifstufen. Auch die Größe des Marktes und die individuelle Berufserfahrung spielen eine Rolle. Wer mehrere Jahre dabei ist oder eine Weiterbildung zum Handelsfachwirt absolviert, kann in höhere Gehaltsstufen aufsteigen.
Ein wichtiger Punkt: Auch wenn REWE tarifgebunden ist, können einzelne Märkte (z. B. von selbstständigen Kaufleuten betrieben) abweichende Löhne zahlen. Im Zweifel lohnt ein Blick in den Arbeitsvertrag oder die Information durch den Betriebsrat.
Fazit: Realistische Einordnung des REWE Stundenlohns
Der REWE-Stundenlohn brutto liegt tariflich meist zwischen 13,50 und 16 Euro. Netto bleibt je nach Steuerklasse etwa die Hälfte bis zwei Drittel übrig. Wer seinen genauen Nettolohn ermitteln möchte, sollte einen Brutto-Netto-Rechner nutzen und die persönlichen Daten eingeben.
Weitere Informationen zu Gehältern in verschiedenen Berufen finden Sie auf Berufsgehalt und in unserem Ratgeber. Dort erklären wir auch ausführlich, wie Steuerklassen und Abzüge funktionieren.
Häufige Fragen zum REWE Stundenlohn
Die drei wichtigsten Fragen haben wir bereits oben im FAQ-Bereich beantwortet. Zusammenfassend: Der Einstiegslohn liegt über dem Mindestlohn, der Nettostundenlohn variiert stark, und REWE zahlt in der Regel tariflich – also verlässlich über der gesetzlichen Untergrenze.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Einstiegsstundenlohn bei REWE?
Der Einstiegsstundenlohn für ungelernte Verkäufer/innen liegt tariflich meist zwischen 13,50 und 14,50 Euro brutto. Für gelernte Kaufleute im Einzelhandel sind es etwa 15 bis 16 Euro. Die genauen Beträge variieren je nach Bundesland und Tarifstufe.
Was bleibt netto vom REWE-Stundenlohn übrig?
Bei einem Brutto-Stundenlohn von 14 Euro und einer 40-Stunden-Woche ergibt sich ein Bruttomonatsgehalt von rund 2.427 Euro (14 € * 173,33 Std.). Netto bleiben in Steuerklasse I (ledig, keine Kinder) etwa 1.600 bis 1.700 Euro, also rund 9,20 bis 9,80 Euro netto pro Stunde. Mit Steuerklasse III (verheiratet, Partner geringer verdienend) kann der Nettostundenlohn auf 11–12 Euro steigen.
Zahlt REWE immer über Mindestlohn?
Ja, REWE ist tarifgebunden und zahlt in der Regel über dem gesetzlichen Mindestlohn. Während der Mindestlohn 2025 bei 12,82 Euro liegt, beginnen die Tariflöhne bei REWE meist bei 13,50 Euro. Auch nach den Erhöhungen auf 13,90 Euro (2026) und 14,60 Euro (2027) wird REWE voraussichtlich weiterhin über dem Mindestniveau bleiben.
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