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Minijob und Mindestlohn 2026: Brutto, Netto und was Sie verdienen können

Ab 2026 gilt ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 € pro Stunde. Bei einer typischen Minijob-Wochenarbeitszeit von 10 Stunden ergibt sich ein Brutto-Monatsgehalt von rund 602 €; das Netto hängt von Steuerklasse und Abgaben ab.

Minijob und Mindestlohn 2026: Was Sie verdienen können

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2026 auf 13,90 € pro Stunde. Das betrifft nicht nur Vollzeitbeschäftigte, sondern auch Minijobber. Viele Arbeitnehmer in Deutschland fragen sich: Wie wirkt sich diese Erhöhung auf mein Gehalt aus? Und wie ordne ich Brutto und Netto richtig ein? In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über die minijob mindestlohn 2026-Situation, vergleichen mit anderen Berufen und erklären, worauf Sie bei Ihrem Arbeitsvertrag achten sollten.

Brutto-Gehaltsbeispiele für Minijobs 2026

Ein Minijob ist per Definition eine geringfügige Beschäftigung mit einem monatlichen Bruttoverdienst bis zur Geringfügigkeitsgrenze. Diese Grenze wird regelmäßig an den Mindestlohn angepasst. Für 2026 ist eine Anhebung auf voraussichtlich ca. 620 € im Monat zu erwarten (basierend auf 13,90 € × 43,3 Stunden). Konkrete Beispiele:

  • 10 Stunden pro Woche: 13,90 € × 43,3 h = 602 € brutto/Monat (ca. 7.224 €/Jahr)
  • 12 Stunden pro Woche: 13,90 € × 52 h = 723 € brutto/Monat – dann läge der Verdienst über der voraussichtlichen Grenze, sodass der Job kein Minijob mehr wäre.

Wer also weiterhin im Minijob bleiben möchte, sollte die wöchentliche Stundenzahl entsprechend anpassen. Viele Arbeitgeber bieten flexible Modelle an.

Netto: Was bleibt vom Minijob-Lohn?

Minijobs haben eine besondere Steuer- und Sozialversicherungsregelung: Der Arbeitgeber zahlt eine Pauschalsteuer von 2 % sowie pauschale Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung. Der Arbeitnehmer selbst ist von der Steuer befreit und muss nur dann Sozialabgaben zahlen, wenn er freiwillig in die Rentenversicherung einzahlt (oft lohnenswert für spätere Ansprüche).

Ohne Rentenversicherung bleibt Ihnen bei 602 € brutto netto rund 590–600 € (je nach Kirchensteuerabzug). Mit Rentenversicherung (ca. 3,6 % Arbeitnehmeranteil) sinkt das Netto auf etwa 580 €. Das ist immer noch ein sehr hoher Nettoanteil – im Gegensatz zu Vollzeitbeschäftigten, bei denen durch Steuern und Sozialabgaben oft nur 60–70 % des Bruttos ankommen.

Vergleich mit Vollzeit-Mindestlohn und anderen Berufen

Zum Einordnen: Der minijob mindestlohn 2026 liegt bei 13,90 €/Std. Ein Vollzeitbeschäftigter (40 Std./Wo.) kommt auf 2.409 € brutto/Monat (28.832 €/Jahr). Das ist deutlich weniger als der deutsche Median-Bruttoverdienst von rund 45.000 €/Jahr (ca. 3.750 €/Monat).

Unsere Berufsspiegel zeigen typische Jahresgehälter:

Beruf Brutto-Jahresgehalt (Orientierung)
Softwareentwickler/in ~62.000 €
Projektmanager/in ~58.000 €
Ingenieur/in ~56.000 €
Lehrer/in ~52.000 €
Krankenpfleger/in ~42.000 €
Pflegekraft ~38.000 €

Ein Minijob mit Mindestlohn (7.224 €/Jahr) liegt also weit unter diesen Berufsgehältern. Er eignet sich eher als Nebenverdienst oder für Schüler/Studenten. Wer auf ein existenzsicherndes Einkommen angewiesen ist, sollte eine Vollzeitstelle oder eine Ausbildung anstreben.

Regionale und tarifliche Unterschiede

Der gesetzliche Mindestlohn ist eine Untergrenze. In vielen Branchen und Regionen zahlen Arbeitgeber mehr – etwa durch Tarifverträge oder freiwillige Zuschläge. Besonders in Süddeutschland, im Großraum München oder in der Chemie- und Automobilindustrie liegen die Stundenlöhne oft deutlich über 13,90 €. Auch für Minijobber kann sich ein Blick in den Tarifvertrag lohnen.

Unser Gehaltsdaten-Bereich bietet detaillierte regionale Auswertungen. Dort sehen Sie, wie sich Gehälter je nach Bundesland unterscheiden.

Steuerklasse, Kinder und weitere Faktoren

Bei Minijobs spielt die Steuerklasse keine Rolle, da pauschal versteuert wird. Bei Vollzeit oder Teilzeit hingegen beeinflusst die Steuerklasse (z. B. III für Verheiratete mit höherem Einkommen, V für den Partner) das Netto erheblich. Auch Kinderfreibeträge und Kirchensteuer wirken sich aus. Daher sind alle Netto-Angaben auf dieser Seite als grobe Orientierung zu verstehen – Ihre individuelle Lohnabrechnung ist verbindlich.

Fazit: Minijob mit Mindestlohn 2026 – lohnt sich das?

Der minijob mindestlohn 2026 von 13,90 €/Std. sorgt für einen spürbaren Anstieg gegenüber 2025 (12,82 €). Für Minijobber bedeutet das mehr Brutto bei gleicher Stundenzahl. Allerdings müssen Sie darauf achten, die Geringfügigkeitsgrenze nicht zu überschreiten, sonst wird der Job sozialversicherungspflichtig. Planen Sie Ihre Stunden also bewusst.

Wenn Sie mehr über Gehälter in verschiedenen Berufen erfahren möchten, besuchen Sie unseren Ratgeber mit vielen Vergleichsrechnern und Tipps. Oder schauen Sie in den Berufsspiegel für konkrete Zahlen aus der Praxis.

Wichtig: Alle Angaben basieren auf öffentlichen Quellen (BMAS, Destatis) und unserer Datenbank. Sie ersetzen keine individuelle Beratung. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an Ihren Arbeitgeber oder die zuständige Minijob-Zentrale.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Mindestlohn für Minijobs 2026?

Ab 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 € pro Stunde. Dieser gilt auch für Minijobber. Ob Ihr Minijob dann noch als geringfügig gilt, hängt von der neuen Geringfügigkeitsgrenze ab, die voraussichtlich ebenfalls steigen wird.

Bleibt der Minijob 2026 steuer- und sozialversicherungsfrei?

Ja, Minijobs sind weiterhin pauschal besteuert (2 % Pauschalsteuer) und grundsätzlich sozialversicherungsfrei. Allerdings können Sie freiwillig in die Rentenversicherung einzahlen, um Ansprüche zu sichern. Das Netto liegt dann etwas niedriger.

Wie viel netto bleibt mir bei einem Minijob mit Mindestlohn 2026?

Bei 10 Wochenstunden und 13,90 € brutto pro Stunde erhalten Sie rund 602 € brutto. Da Minijobs pauschal besteuert werden, bleibt Ihnen fast der gesamte Betrag netto – etwa 590 € bis 600 €, abhängig von der optionalen Rentenversicherung.

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