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Mindestlohn für Schüler: Was Sie 2025 und 2026 verdienen können

Schüler ohne abgeschlossene Berufsausbildung unter 18 Jahren sind vom gesetzlichen Mindestlohn ausgenommen; ansonsten gilt ab 2025 mindestens 12,82 €/Std. (brutto). Bei 20 Wochenstunden ergibt das etwa 1.112 € brutto/Monat.

Mindestlohn für Schüler: Was Sie 2025 und 2026 verdienen können

Viele Schülerinnen und Schüler jobben neben der Schule – sei es im Einzelhandel, in der Gastronomie oder als Nachhilfelehrer. Dabei stellt sich schnell die Frage: Gilt der gesetzliche Mindestlohn auch für mich? Und wie viel bleibt netto übrig? In diesem Artikel erklären wir die aktuellen Regelungen zum „mindestlohn schüler“, zeigen Brutto-Spannen und geben Orientierung für den Gehaltsvergleich.

Gesetzlicher Mindestlohn: Die aktuellen Sätze

Der gesetzliche Mindestlohn wird regelmäßig angepasst. Laut BMAS und der Mindestlohnkommission gelten folgende Stundensätze:

  • 2025: 12,82 € brutto pro Stunde
  • 2026: 13,90 € brutto pro Stunde (ab 1. Januar)
  • 2027: 14,60 € brutto pro Stunde (ab 1. Januar)

Bei einer Vollzeitstelle (40 Stunden/Woche) ergeben sich daraus Jahresbruttogehälter von rund 26.666 € (2025) bis 30.368 € (2027). Schüler arbeiten jedoch meist in Teilzeit, z. B. 10 bis 20 Stunden pro Woche. Bei 20 Wochenstunden und 12,82 €/Std. sind das etwa 1.112 € brutto im Monat – ein typisches Schülergehalt.

Gilt der Mindestlohn für alle Schüler?

Hier gibt es eine wichtige Ausnahme: Jugendliche unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung sind vom gesetzlichen Mindestlohn ausgenommen (§ 22 MiLoG). Das bedeutet, dass Arbeitgeber ihnen weniger als 12,82 €/Std. zahlen dürfen. Sobald der Schüler volljährig ist oder eine Berufsausbildung abgeschlossen hat, besteht der volle Anspruch. Auch Azubis erhalten eine eigene Ausbildungsvergütung, die nicht an den Mindestlohn gebunden ist.

Praktisch heißt das: Viele Schülerjobs – etwa Zeitung austragen, Babysitten oder einfache Hilfstätigkeiten – werden oft unterhalb des Mindestlohns vergütet. Wer jedoch 18 ist oder eine abgeschlossene Ausbildung hat, sollte auf mindestens 12,82 €/Std. bestehen.

Brutto vs. Netto: Was bleibt vom Schülergehalt?

Das Bruttogehalt ist der vereinbarte Lohn vor Abzügen. Netto ist das, was nach Steuern und Sozialabgaben auf Ihrem Konto landet. Bei Schülern mit geringem Einkommen (unter ca. 11.600 €/Jahr) fällt in der Regel keine Lohnsteuer an, da der Grundfreibetrag nicht überschritten wird. Dennoch werden Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung fällig – sofern der Job kein Minijob ist.

Minijob-Regelung: Bis zu einer Verdienstgrenze von 538 € pro Monat (2025) sind Minijobs steuer- und sozialversicherungsfrei. Das bedeutet: Brutto gleich Netto. Verdienen Sie mehr, werden Abgaben fällig. Die Sozialabgaben betragen insgesamt etwa 20–25 % des Bruttos. Bei einem Brutto von 1.112 €/Monat (20 Std./Woche) bleiben netto rund 900–1.000 € übrig – je nach Krankenkasse und Kirchensteuer.

Wichtig: Die genauen Netto-Beträge hängen von Ihrer Steuerklasse (meist I), Ihrem Wohnort (Kirchensteuer) und Ihrer Krankenkasse ab. Eine individuelle Berechnung finden Sie in unserem Ratgeber.

Vergleich mit anderen Berufen

Um ein Gefühl für die Gehaltshöhe zu bekommen, lohnt der Blick auf die Berufsspiegel von berufsgehalt.de. Während ein Schüler mit Mindestlohn und 20 Stunden pro Woche etwa 13.300 € brutto im Jahr verdient, liegen die Medianeinkommen in typischen Ausbildungsberufen deutlich höher:

  • Krankenpfleger/in: ca. 42.000 €/Jahr (Vollzeit)
  • Lehrer/in: ca. 52.000 €/Jahr
  • Softwareentwickler/in: ca. 62.000 €/Jahr

Selbst in Teilzeit (z. B. 20 Stunden) ergeben sich bei diesen Berufen oft höhere Stundenlöhne als der Mindestlohn. Wer also langfristig mehr verdienen möchte, sollte eine Berufsausbildung oder ein Studium in Betracht ziehen.

Tipps zum Vergleichen von Angeboten

Wenn Sie als Schüler ein Jobangebot erhalten, vergleichen Sie nicht nur den Stundenlohn, sondern auch die monatlichen und jährlichen Bruttobeträge. Fragen Sie nach:

  • Ist der Job ein Minijob oder sozialversicherungspflichtig?
  • Werden Zuschläge (z. B. für Nachtarbeit) gezahlt?
  • Gibt es tarifliche Regelungen?

Nutzen Sie unseren Gehaltsdaten-Bereich, um typische Spannen für Schülerjobs in Ihrer Region zu finden. Denken Sie daran: Auch bei Schülern gilt das Prinzip „Angebote lesen: Monatsgehalt, Jahresgehalt und Stundenlohn vergleichen“. Ein höherer Stundenlohn bei weniger Stunden kann unterm Strich mehr bringen als ein niedrigerer Lohn bei vielen Stunden.

Fazit

Der „mindestlohn schüler“ ist kein feststehender Begriff – die tatsächliche Vergütung hängt vom Alter, der Ausbildung und der Art des Jobs ab. Wer unter 18 ist und keine Ausbildung hat, kann legal weniger als den Mindestlohn erhalten. Ab 18 oder mit Ausbildung steht Ihnen der gesetzliche Mindestlohn zu. Achten Sie darauf, Ihr Bruttogehalt mit den aktuellen Sätzen zu vergleichen und die Netto-Abzüge zu berücksichtigen. Für eine detaillierte Einordnung Ihrer individuellen Situation besuchen Sie Berufsgehalt und nutzen Sie unsere interaktiven Tools.

Häufige Fragen

Gilt der Mindestlohn auch für Schüler?

Grundsätzlich ja, aber es gibt eine wichtige Ausnahme: Jugendliche unter 18 Jahren, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben, sind vom gesetzlichen Mindestlohn ausgenommen. Das bedeutet, dass Arbeitgeber ihnen weniger zahlen dürfen. Sobald der Schüler 18 wird oder eine Berufsausbildung abgeschlossen hat, besteht Anspruch auf den Mindestlohn. Auch bei Minijobs gilt der Mindestlohn, sofern keine Ausnahme greift.

Wie viel verdient ein Schüler mit Mindestlohn netto?

Das hängt von der Arbeitszeit und den Abgaben ab. Bei 20 Wochenstunden und 12,82 €/Std. brutto (2025) sind das etwa 1.112 € brutto im Monat. Netto bleiben bei Steuerklasse I und ohne Kirchensteuer rund 900–1.000 €, da das Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt und keine Lohnsteuer anfällt. Allerdings werden Sozialversicherungsbeiträge fällig, wenn der Job kein Minijob ist. Bei einem Minijob (bis 538 €/Monat) sind keine Abgaben zu zahlen, dann entspricht der Nettolohn dem Bruttolohn.

Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto beim Schülergehalt?

Brutto ist der Lohn vor Abzügen, Netto das, was auf dem Konto ankommt. Bei Schülern mit geringem Einkommen (unter ca. 11.600 €/Jahr) fällt in der Regel keine Lohnsteuer an. Dennoch werden Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung fällig, sofern der Job kein Minijob ist. Die Abzüge betragen insgesamt etwa 20–25 % des Bruttos. Bei Minijobs (bis 538 €/Monat) entfallen alle Sozialabgaben, sodass Brutto gleich Netto ist.

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