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Lohn Reinigungskraft 2026: Brutto-Spanne und Netto-Einordnung

Der Lohn einer Reinigungskraft liegt 2026 je nach Tätigkeit und Qualifikation zwischen 15,00 € und 21,64 € brutto pro Stunde – das entspricht einem Jahresbrutto von etwa 29.250 € bis 42.200 € bei Vollzeit.

Lohn Reinigungskraft 2026: Was verdient man in der Gebäudereinigung?

Der Beruf der Reinigungskraft ist systemrelevant und vielseitig – ob in Büros, Krankenhäusern, Schulen oder öffentlichen Gebäuden. Doch wie hoch ist der Lohn Reinigungskraft 2026 tatsächlich? Welche Brutto-Stundenlöhne sind üblich, und was bleibt netto übrig? Dieser Artikel gibt einen aktuellen Überblick auf Basis offizieller Quellen wie dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), dem Statistischen Bundesamt (Destatis) und den geltenden Tarifverträgen.

Brutto-Stundenlöhne: Branchenmindestlohn und Tarifstufen

Seit dem 1. Januar 2026 gilt in der Gebäudereinigung ein branchenspezifischer Mindestlohn, der über dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 € liegt. Die Zehnte Gebäudereinigungsarbeitsbedingungenverordnung des BMAS legt fest:

  • Lohngruppe 1 (Innen- und Unterhaltsreinigung): 15,00 € pro Stunde
  • Lohngruppe 6 (Glas- und Fassadenreinigung): 18,40 € pro Stunde

Diese Sätze gelten bundesweit und sind für alle Arbeitgeber verbindlich – auch für entsandte Beschäftigte aus dem Ausland. Wer mehr kann oder spezielle Qualifikationen besitzt, steigt in höhere Lohngruppen auf. Laut dem Tarifvertrag für die Gebäudereinigung (Quelle: Berliner Senatsverwaltung) sind folgende Stundenlöhne ab 2026 vorgesehen:

Lohngruppe Tätigkeit Stundenlohn brutto
1 Einfache Innen- und Unterhaltsreinigung 15,00 €
2 Qualifizierte Reinigung (z. B. OP-Bereiche) 15,46 €
3 Desinfektoren, Strahlenschutzbeauftragte 15,95 €
4 Baureinigung, Vorarbeiter 16,66 €
6 Glas- und Fassadenreinigung 18,40 €
7 Gesellen mit abgeschlossener Ausbildung 19,39 €
8 Gesellen mit Ausbildereignung 20,42 €
9 Fachvorarbeiter Glas- und Außenreinigung 21,64 €

Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt tariflich 39 Stunden pro Woche. Daraus ergeben sich folgende Monatsbruttolöhne (ohne Zuschläge):

  • Lohngruppe 1: 15,00 € × 169 h/Monat ≈ 2.535 €
  • Lohngruppe 6: 18,40 € × 169 h ≈ 3.110 €
  • Lohngruppe 9: 21,64 € × 169 h ≈ 3.657 €

Jahresbrutto (bei 12 Monaten): zwischen 30.420 € und 43.884 €.

Netto-Einordnung: Was bleibt vom Lohn übrig?

Das Nettogehalt hängt von individuellen Faktoren ab: Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Kirchensteuer, Krankenkasse und Bundesland. Hier zwei grobe Beispiele für eine alleinstehende Person (Steuerklasse I, keine Kirchensteuer, gesetzlich krankenversichert):

  • 2.535 € brutto (Lohngruppe 1): Netto ca. 1.750 – 1.850 €
  • 3.650 € brutto (Lohngruppe 9): Netto ca. 2.350 – 2.500 €

Bei verheirateten Personen mit Steuerklasse III fällt das Netto höher aus, bei Steuerklasse V niedriger. Auch Minijobber (bis 538 € monatlich) zahlen pauschale Abgaben und erhalten den vollen Bruttolohn ausgezahlt.

Vergleich mit anderen Berufen

Zum Orientierung: Der Median-Bruttoverdienst aller Vollzeitbeschäftigten in Deutschland liegt bei etwa 45.000 € pro Jahr (ca. 3.750 €/Monat). Eine Reinigungskraft in Lohngruppe 1 liegt mit rund 30.400 € darunter, eine Fachvorarbeiterin mit 43.900 € nahe am Median. Im Vergleich:

  • Krankenpfleger/in: ca. 42.000 €/Jahr
  • Projektmanager/in: ca. 58.000 €/Jahr
  • Softwareentwickler/in: ca. 62.000 €/Jahr

Reinigungskräfte mit Spezialisierung (z. B. Desinfektion, Fassadenreinigung) können also ähnliche Gehälter wie Pflegekräfte erzielen.

Regionale Unterschiede und Tarifbindung

Die genannten Tariflöhne sind Mindeststandards. In der Praxis zahlen viele Arbeitgeber – vor allem in Ballungsräumen wie München, Frankfurt oder Hamburg – übertarifliche Zuschläge. In Ostdeutschland oder bei nicht tarifgebundenen Firmen kann der Lohn dagegen knapp über dem Branchenmindestlohn liegen. Auch die Betriebsgröße spielt eine Rolle: Große Reinigungsunternehmen mit Tarifbindung zahlen meist besser als kleine Subunternehmer.

Zuschläge und Sonderzahlungen

Neben dem Grundlohn gibt es tarifliche Zuschläge, die den effektiven Stundenlohn erhöhen:

  • Nachtarbeit: 30 % (gewerblich) bis 50 % (Angestellte)
  • Sonn- und Feiertagsarbeit: 80 % bis 200 %
  • Erschwerniszulagen (z. B. Schutzausrüstung): 5 % bis 40 %
  • Belastungszuschlag: 25 %

Außerdem erhalten Angestellte ein 13. Monatsentgelt (45- bis 60-faches des Stundenlohns).

Fazit: Lohn Reinigungskraft 2026 – solide Basis mit Aufstiegschancen

Der Lohn Reinigungskraft 2026 bietet eine verlässliche, über dem gesetzlichen Mindestlohn liegende Vergütung. Mit Weiterbildung und Spezialisierung sind Bruttostundenlöhne von über 21 € erreichbar – das entspricht einem Jahresgehalt von rund 44.000 €. Wer die tariflichen Zuschläge nutzt oder in einer Region mit hoher Tarifbindung arbeitet, kann sein Einkommen weiter steigern.

Weitere Informationen zu Gehältern in anderen Berufen finden Sie auf Berufsgehalt oder im Berufsspiegel. Auch unser Ratgeber hilft bei der Einordnung von Brutto und Netto.

Hinweis: Alle Angaben basieren auf den zum Zeitpunkt der Recherche gültigen Tarifverträgen und gesetzlichen Regelungen. Verbindlich sind der individuelle Arbeitsvertrag und die Lohnabrechnung.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Lohn einer Reinigungskraft 2026 brutto?

Der Lohn einer Reinigungskraft in der Gebäudereinigung beträgt 2026 mindestens 15,00 € pro Stunde für einfache Innen- und Unterhaltsreinigung. Mit Qualifikation oder Spezialisierung (z. B. Glas- und Fassadenreinigung) sind bis zu 21,64 € brutto pro Stunde möglich. Bei einer 39-Stunden-Woche ergibt das ein Monatsbrutto von etwa 2.535 € bis 3.650 €.

Was bleibt netto vom Lohn einer Reinigungskraft 2026?

Das Netto hängt von Steuerklasse, Familienstand und Sozialabgaben ab. Beispiel: Bei Steuerklasse I, keine Kinder, 15,00 €/h und 39 h/Woche (ca. 2.535 € brutto/Monat) bleiben netto etwa 1.750–1.850 €. Bei höheren Löhnen (z. B. 21,64 €/h, ca. 3.650 € brutto) sind es rund 2.350–2.500 € netto. Genaue Werte liefert ein Brutto-Netto-Rechner.

Wie unterscheidet sich der Lohn einer Reinigungskraft von anderen Berufen?

Der Einstiegslohn einer Reinigungskraft (15,00 €/h) liegt über dem allgemeinen Mindestlohn (13,90 €/h), aber unter dem Median-Brutto aller Vollzeitbeschäftigten von etwa 45.000 €/Jahr. Zum Vergleich: Krankenpfleger verdienen im Schnitt 42.000 €/Jahr, Softwareentwickler 62.000 €/Jahr. Reinigungskräfte mit Spezialisierung können jedoch ähnliche Gehälter wie Pflegekräfte erreichen.

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