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Stundenlohn MFA: Brutto und Netto verstehen – Gehaltsspanne für Medizinische Fachangestellte
Der Stundenlohn einer Medizinischen Fachangestellten (MFA) liegt je nach Berufserfahrung, Region und Tarifbindung meist zwischen 13 und 18 Euro brutto. Netto bleiben bei Steuerklasse I etwa 60–70 % des Bruttostundenlohns.
Stundenlohn MFA: Was verdienen Medizinische Fachangestellte?
Der Beruf der Medizinischen Fachangestellten (MFA) ist einer der gefragtesten im Gesundheitswesen. Viele Berufseinsteiger und Quereinsteiger fragen sich: Wie hoch ist der Stundenlohn MFA? Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab – von der Region, der Berufserfahrung, der Praxisgröße und vor allem vom Tarifvertrag. In diesem Artikel erklären wir, was Sie brutto und netto erwarten können und welche Abzüge auf Sie zukommen.
Brutto-Stundenlohn MFA: Typische Spanne
Laut aktuellen Tarifübersichten und Gehaltsstudien liegt der Stundenlohn MFA meist zwischen 13 und 18 Euro brutto. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2025 12,82 € und steigt 2026 auf 13,9 € (BMAS). Viele Praxen zahlen jedoch über dem Mindestlohn, insbesondere wenn sie an Tarifverträge gebunden sind. Der Tarifvertrag für medizinische Fachangestellte (z. B. in Arztpraxen) sieht je nach Berufsjahr und Tätigkeit Stufen vor:
- Berufsanfänger: ca. 13,50 – 14,50 €/Std.
- Nach 3–5 Jahren: ca. 15,00 – 16,50 €/Std.
- Erfahrene MFA (ab 10 Jahren): ca. 17,00 – 18,50 €/Std.
In Ballungsräumen wie München oder Hamburg können die Sätze bis zu 2 € höher liegen, während in ländlichen Regionen Ostdeutschlands oft der untere Bereich gezahlt wird.
Vom Brutto zum Netto: Was bleibt vom Stundenlohn MFA?
Der Stundenlohn MFA brutto ist nur die eine Seite. Um zu wissen, was tatsächlich auf Ihrem Konto landet, müssen Sie die Abzüge verstehen. Vom Bruttogehalt werden abgezogen:
- Lohnsteuer (abhängig von Steuerklasse und Höhe des Einkommens)
- Solidaritätszuschlag (seit 2021 nur noch bei hohen Einkommen)
- Kirchensteuer (falls Mitglied)
- Sozialversicherungsbeiträge (ca. 20 % des Bruttos, Arbeitnehmeranteil: Krankenversicherung ~7,3 %, Rentenversicherung ~9,3 %, Arbeitslosenversicherung ~1,2 %, Pflegeversicherung ~1,5 %)
Ein Beispiel: Bei einem Stundenlohn MFA von 16 € brutto und einer 40-Stunden-Woche ergibt sich ein Monatsbrutto von ca. 2.773 €. Bei Steuerklasse I, ohne Kinder und ohne Kirchensteuer bleiben netto etwa 1.800–1.900 € übrig – das entspricht rund 10,40–11,00 € netto pro Stunde.
Die genauen Abzüge variieren je nach Steuerklasse (I bis VI), Kinderfreibeträgen und Krankenkasse. Eine verheiratete MFA in Steuerklasse III behält deutlich mehr netto als eine ledige in Steuerklasse I.
Faktoren, die den Stundenlohn MFA beeinflussen
Neben der Steuerklasse spielen folgende Punkte eine große Rolle:
- Tarifbindung: Praxen mit Tarifvertrag zahlen meist höhere und planbare Gehälter. Ohne Tarif ist Verhandlungssache.
- Bundesland: In Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sind die Löhne tendenziell höher als in Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen.
- Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen: Fortbildungen (z. B. zur Fachwirtin im Gesundheitswesen) können den Stundenlohn um 2–4 € steigern.
- Praxisgröße und -art: In großen Gemeinschaftspraxen oder medizinischen Versorgungszentren (MVZ) wird oft besser bezahlt als in kleinen Einzelpraxen.
Vergleich mit anderen Gesundheitsberufen
Der Stundenlohn MFA liegt unter dem von Gesundheits- und Krankenpflegern (ca. 18–22 €/Std.) und deutlich unter dem von Ärzten. Im Berufsspiegel finden Sie eine Übersicht: Eine Pflegekraft verdient im Schnitt etwa 38.000 € brutto/Jahr, eine MFA kommt auf 28.000–35.000 € brutto/Jahr bei Vollzeit. Dennoch ist der Beruf attraktiv wegen der geregelten Arbeitszeiten und der Nähe zur Patientenversorgung.
Wie Sie Ihren persönlichen Stundenlohn MFA berechnen
Nutzen Sie unseren Gehaltsrechner für eine individuelle Netto-Einschätzung. Geben Sie Ihr Bruttogehalt, Ihre Steuerklasse und Ihre Krankenkasse ein. Oder vergleichen Sie verschiedene Berufe auf Berufsgehalt.
Fazit
Der Stundenlohn MFA liegt brutto meist zwischen 13 und 18 Euro. Netto bleibt nach Abzügen etwa 60–70 % übrig. Entscheidend sind Tarifbindung, Region und Steuerklasse. Wer verhandelt oder sich fortbildet, kann sein Gehalt spürbar steigern. Informieren Sie sich vor Vertragsabschluss über die üblichen Sätze in Ihrer Region – unser Ratgeber hilft dabei.
Häufige Fragen zum Stundenlohn MFA
Die drei wichtigsten Fragen haben wir oben im FAQ-Bereich beantwortet. Bei weiteren Unsicherheiten empfehlen wir einen Blick in die Über uns-Seite oder direkte Beratung durch die zuständige Gewerkschaft (z. B. Verdi).
Häufige Fragen
Wie hoch ist der durchschnittliche Stundenlohn einer MFA?
Der durchschnittliche Stundenlohn einer Medizinischen Fachangestellten liegt in Deutschland zwischen 13 und 18 Euro brutto. Einsteiger erhalten oft den Tariflohn von etwa 13,50 €, erfahrene MFA in leitender Position können bis zu 20 € verdienen. Die Spanne variiert je nach Bundesland, Praxisgröße und Tarifbindung.
Was bleibt netto vom Stundenlohn einer MFA übrig?
Vom Bruttostundenlohn einer MFA gehen Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer sowie Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung) ab. Bei Steuerklasse I und ohne Kinder bleiben netto etwa 60–70 % des Bruttos. Beispiel: Bei 16 € brutto/Std. bleiben ca. 10–11 € netto/Std.
Wie unterscheidet sich der Stundenlohn einer MFA von dem einer Krankenpflegerin?
Krankenpfleger/-innen (Gesundheits- und Krankenpfleger) verdienen in der Regel etwas mehr als MFA. Der durchschnittliche Stundenlohn einer Pflegekraft liegt laut Berufsspiegel bei etwa 18–22 € brutto, während MFA eher bei 13–18 € liegen. Der Unterschied resultiert aus höherer tariflicher Eingruppierung und anderen Anforderungen.
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