Zum Inhalt springen
Berufsgehalt

mindestlohn januar 2026

Mindestlohn Januar 2026: Brutto und Netto im Überblick

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab Januar 2026 13,90 Euro brutto pro Stunde, was bei einer 40-Stunden-Woche rund 28.832 Euro brutto im Jahr entspricht.

Mindestlohn Januar 2026: Was Sie über Brutto und Netto wissen sollten

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland steigt zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro brutto pro Stunde. Das hat die Mindestlohnkommission beschlossen und die Bundesregierung umgesetzt. Für viele Beschäftigte bedeutet das eine spürbare Erhöhung – doch was bleibt unterm Strich vom Bruttolohn übrig? Und wie ordnet sich der Mindestlohn im Vergleich zu anderen Berufen ein? Dieser Artikel gibt Ihnen einen klaren Überblick über Brutto- und Nettowerte, Abzüge und die Einordnung in die deutsche Gehaltslandschaft.

Brutto-Mindestlohn 2026: Die Zahlen im Detail

Ab Januar 2026 gilt ein Stundenlohn von 13,90 Euro brutto. Bei einer typischen Vollzeitstelle mit 40 Stunden pro Woche ergibt sich daraus ein monatliches Bruttogehalt von etwa 2.402,67 Euro (13,90 € × 173,33 Stunden/Monat). Auf das Jahr gerechnet sind das rund 28.832 Euro brutto. Zum Vergleich: Der aktuelle Mindestlohn 2025 liegt bei 12,82 Euro pro Stunde (rund 26.666 Euro brutto/Jahr). Die Erhöhung auf 13,90 Euro bedeutet also einen Zuwachs von etwa 8,4 Prozent. Für 2027 ist bereits eine weitere Anhebung auf 14,60 Euro brutto pro Stunde beschlossen.

Vom Brutto zum Netto: Was bleibt übrig?

Das Nettoeinkommen ist das, was nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen auf Ihrem Konto landet. Die Höhe der Abzüge hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Steuerklasse (I bis VI): Alleinstehende in Klasse I zahlen mehr Lohnsteuer als Verheiratete in Klasse III oder V.
  • Kinderfreibeträge: Kinder senken die Steuerlast.
  • Kirchensteuer: Falls Sie Mitglied einer Kirche sind, kommen 8 oder 9 Prozent der Lohnsteuer hinzu.
  • Sozialversicherung: Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung werden vom Bruttogehalt abgezogen. Der Gesamtbeitrag liegt bei etwa 20–21 % des Bruttos (abhängig vom Krankenkassenzusatzbeitrag).

Beispielrechnung (Steuerklasse I, keine Kinder, keine Kirchensteuer, gesetzlich krankenversichert):

  • Bruttogehalt: 2.402,67 €/Monat
  • Lohnsteuer: ca. 180–200 €
  • Solidaritätszuschlag: entfällt meist
  • Sozialversicherung: ca. 500–520 €
  • Netto: etwa 1.700–1.800 €

Bei Steuerklasse III (verheiratet, Alleinverdiener) kann das Netto auf rund 1.950–2.050 € steigen. Diese Werte sind grobe Orientierungen – für eine genaue Berechnung nutzen Sie am besten einen offiziellen Brutto-Netto-Rechner.

Mindestlohn im Vergleich zu anderen Berufen

Der Mindestlohn liegt deutlich unter dem deutschen Median-Bruttoverdienst von rund 45.000 Euro brutto pro Jahr (Destatis). Viele Berufe zahlen weit mehr, wie der Berufsspiegel zeigt:

  • Softwareentwickler/in: ~62.000 €/Jahr
  • Projektmanager/in: ~58.000 €/Jahr
  • Ingenieur/in: ~56.000 €/Jahr
  • Lehrer/in: ~52.000 €/Jahr
  • Krankenpfleger/in: ~42.000 €/Jahr
  • Pflegekraft: ~38.000 €/Jahr

Selbst in Berufen mit eher niedrigeren Gehältern wie Pflege oder Einzelhandel liegen die tariflichen Einstiegsgehälter oft über dem Mindestlohn. Der Mindestlohn ist daher vor allem für ungelernte Tätigkeiten, Minijobs oder bestimmte Branchen wie Gastronomie oder Reinigung relevant.

Regionale und tarifliche Unterschiede

Der gesetzliche Mindestlohn gilt bundesweit einheitlich. Allerdings können Tarifverträge höhere Löhne vorsehen. In Ostdeutschland liegen die Gehälter in vielen Branchen immer noch etwas niedriger als im Westen, aber der Mindestlohn setzt eine Untergrenze. Wer in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet, profitiert oft von zusätzlichen Zulagen oder höheren Stundensätzen. Auch die Berufserfahrung und Spezialisierung verschieben die Gehaltsspanne nach oben.

Steuerklasse und Abzüge verstehen

Die Wahl der Steuerklasse hat großen Einfluss auf Ihr Netto. Wer heiratet oder sich scheiden lässt, sollte die Steuerklasse anpassen. Auch ein Wechsel der Krankenkasse oder der Verzicht auf Kirchensteuer kann das Netto erhöhen. Bedenken Sie jedoch: Die Lohnsteuer ist nur eine Vorauszahlung – mit der Steuererklärung gleichen Sie die tatsächliche Belastung aus. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Ratgeber.

Fazit: Mindestlohn Januar 2026 – eine spürbare Erhöhung

Die Anhebung auf 13,90 Euro brutto pro Stunde bringt Vollzeitbeschäftigten rund 2.166 Euro mehr brutto im Jahr gegenüber 2025. Netto bleibt je nach Steuerklasse etwa 1.200–1.500 Euro mehr übrig. Dennoch ist der Mindestlohn nur die absolute Untergrenze – wer kann, sollte sich über tarifliche oder individuelle Gehaltsverhandlungen informieren. Vergleichen Sie Ihr Gehalt mit anderen Berufen auf Berufsgehalt und nutzen Sie die Gehaltsdaten für eine realistische Einordnung.

Denken Sie daran: Jede Gehaltsangabe ist eine Brutto-Orientierung. Ihr tatsächliches Netto hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Lassen Sie sich nicht von pauschalen Zahlen täuschen – eine individuelle Berechnung ist immer der beste Weg.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Mindestlohn ab Januar 2026?

Ab dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 Euro brutto pro Stunde. Das entspricht bei einer 40-Stunden-Woche etwa 28.832 Euro brutto im Jahr. Eine weitere Erhöhung auf 14,60 Euro ist für den 1. Januar 2027 beschlossen.

Was bleibt netto vom Mindestlohn 2026?

Das Nettoeinkommen hängt von Ihrer Steuerklasse, Kinderfreibeträgen, Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen ab. Bei Steuerklasse I ohne Kinder können Sie mit rund 1.700 bis 1.800 Euro netto pro Monat rechnen. Mit Steuerklasse III (verheiratet, Alleinverdiener) fällt der Nettobetrag höher aus. Nutzen Sie einen Brutto-Netto-Rechner für eine individuelle Schätzung.

Welche Berufe liegen deutlich über dem Mindestlohn?

Viele Fachkräfteberufe liegen weit über dem Mindestlohn. Laut Berufsspiegel verdienen Softwareentwickler brutto rund 62.000 €/Jahr, Projektmanager 58.000 €, Ingenieure 56.000 € und Lehrer 52.000 €. Selbst Krankenpfleger (42.000 €) und Pflegekräfte (38.000 €) liegen deutlich über dem Mindestlohnniveau. Der Mindestlohn ist vor allem für ungelernte Tätigkeiten oder Minijobs relevant.

mindestlohn 2026 monatlich

Mindestlohn 2026 monatlich: Brutto und Netto im Überblick

Wie hoch ist der Mindestlohn 2026 monatlich? Brutto-Spanne, Netto-Einordnung und Vergleich mit typischen Berufsgehältern. Alle Fakten von BMAS und Destatis.

mindestlohn pflege 2026

Mindestlohn Pflege 2026: Was Pflegekräfte verdienen – Brutto und Netto im Überblick

Erfahren Sie, wie hoch der Mindestlohn in der Pflege 2026 voraussichtlich sein wird, welche Brutto-Spannen typisch sind und was Netto übrig bleibt. Mit Vergleichen zu anderen Berufen.

mindestlohn 2026 bei 40 stunden woche

Mindestlohn 2026 bei 40 Stunden Woche: Brutto, Netto und Karrierestufen im Überblick

Erfahren Sie, wie hoch der Mindestlohn 2026 bei 40 Stunden Woche brutto und netto ausfällt, wie er sich im Berufsverlauf entwickelt und welche Faktoren Ihr Gehalt beeinflussen.

aktueller mindestlohn deutschland 2026

Aktueller Mindestlohn Deutschland 2026: Brutto und Netto im Überblick

Erfahren Sie, wie hoch der aktuelle Mindestlohn in Deutschland 2026 ist, was brutto und netto davon übrig bleibt und wie andere Berufsgehälter im Vergleich abschneiden.

wie hoch ist in deutschland der mindestlohn

Wie hoch ist in Deutschland der Mindestlohn 2026? Brutto und Netto im Überblick

Erfahren Sie, wie hoch in Deutschland der Mindestlohn ab 2026 ist: 13,90 € brutto/Std. Brutto-Jahresgehalt, Netto-Einordnung und Vergleich mit typischen Berufsgehältern.

mindestlohn

Brutto vs. Netto beim Mindestlohn: Was bleibt Ihnen 2025 und 2026 vom gesetzlichen Minimum?

Erfahren Sie, wie sich der gesetzliche Mindestlohn auf Ihr Brutto- und Nettogehalt auswirkt. Steuerklasse, Abzüge und Berufsvergleich – verständlich erklärt.