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Berufsgehalt

700 brutto in netto

700 brutto in netto: Was bleibt Ihnen vom Gehalt?

Bei einem Bruttogehalt von 700 Euro im Monat liegt das Netto je nach Steuerklasse und Abgaben meist zwischen 550 und 620 Euro.

700 brutto in netto: Was bleibt Ihnen vom Gehalt?

Wer ein Bruttogehalt von 700 Euro im Monat verdient, fragt sich oft: Wie viel kommt tatsächlich auf dem Konto an? Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab – vor allem von Ihrer Steuerklasse, Ihren Sozialabgaben und Ihrem Wohnort. In diesem Artikel erklären wir die Grundlagen von Brutto und Netto, zeigen eine Beispielrechnung für 700 Euro brutto und geben Ihnen einen Überblick, wie Sie Ihr Gehalt einordnen können.

Brutto und Netto – die Grundlagen

Brutto ist Ihr Gehalt vor Abzügen. Netto ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen auf Ihrem Konto landet. Zu den Abzügen gehören:

  • Lohnsteuer (abhängig von Steuerklasse und Höhe des Einkommens)
  • Solidaritätszuschlag (seit 2021 nur noch für höhere Einkommen)
  • Kirchensteuer (falls Sie Mitglied einer Kirche sind)
  • Krankenversicherung (ca. 14,6 % + kassenindividueller Zusatzbeitrag)
  • Rentenversicherung (18,6 %, je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer)
  • Arbeitslosenversicherung (2,6 %)
  • Pflegeversicherung (3,05 % bzw. 3,4 % für Kinderlose ab 23)

Die genauen Prozentsätze können je nach Bundesland und Krankenkasse leicht variieren.

Beispielrechnung: 700 Euro brutto

Nehmen wir an, Sie sind ledig, Steuerklasse 1, keine Kirchensteuer, gesetzlich krankenversichert mit einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,7 %. Ihr monatliches Brutto beträgt 700 Euro.

  • Sozialabgaben (Arbeitnehmeranteil): ca. 20 % = 140 Euro
  • Lohnsteuer: 0 Euro, da Ihr Jahresbrutto von 8.400 Euro unter dem Grundfreibetrag von 11.604 Euro (2025) liegt.
  • Netto: 700 – 140 = 560 Euro

In anderen Steuerklassen kann das Netto abweichen: In Steuerklasse 3 (verheiratet, Partner mit geringerem Einkommen) bleibt etwas mehr, in Steuerklasse 5 etwas weniger. Auch die Kirchensteuer oder ein höherer Krankenkassenzusatzbeitrag senken das Netto. Realistisch liegt der Auszahlungsbetrag bei 550 bis 620 Euro.

Einordnung: 700 Euro brutto im Vergleich

700 Euro brutto sind ein eher niedriges Einkommen. Zum Vergleich: Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2025 12,82 Euro pro Stunde. Bei einer Vollzeitstelle (40 Stunden pro Woche) ergibt das rund 2.220 Euro brutto monatlich. 700 Euro entsprechen etwa 13–14 Arbeitsstunden pro Woche – also einer geringfügigen Teilzeitbeschäftigung.

Laut unserem Berufsgehalt-Portal liegt das Median-Bruttoeinkommen für Vollzeitbeschäftigte bei rund 3.750 Euro monatlich. Viele Berufe zahlen deutlich mehr: Eine Pflegekraft verdient im Schnitt etwa 3.200 Euro, ein Softwareentwickler rund 5.200 Euro brutto. Im Berufsspiegel finden Sie detaillierte Gehaltsspannen für zahlreiche Berufe.

Faktoren, die Ihr Netto beeinflussen

  • Steuerklasse: 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 – je nach Familienstand und Einkommensverteilung.
  • Kinderfreibeträge: Entlasten bei der Lohnsteuer.
  • Kirchensteuer: 8 oder 9 % der Lohnsteuer (je nach Bundesland).
  • Krankenkasse: Der Zusatzbeitrag variiert zwischen etwa 0,8 und 1,8 %.
  • Bundesland: Die Sozialabgaben sind bundesweit einheitlich, aber der Krankenkassenzusatzbeitrag kann regional unterschiedlich sein.
  • Werbungskosten: Können in der Steuererklärung geltend gemacht werden und senken die Steuerlast.

Tipps für Ihre Gehaltsverhandlung

Wenn Ihnen ein Bruttogehalt von 700 Euro angeboten wird, prüfen Sie, ob die Arbeitszeit angemessen ist. Vergleichen Sie mit Tarifverträgen oder branchenüblichen Sätzen. Unser Ratgeber bietet weitere Informationen zu Gehaltsverhandlungen und Brutto-Netto-Rechnern.

Fazit

700 brutto in netto – das sind je nach persönlicher Situation etwa 550 bis 620 Euro. Da keine Lohnsteuer anfällt, sind die Sozialabgaben der größte Posten. Für eine genaue Berechnung nutzen Sie einen offiziellen Brutto-Netto-Rechner oder fragen Sie Ihren Arbeitgeber nach einer Musterabrechnung. Bedenken Sie auch, dass 700 Euro brutto unter dem Durchschnittsverdienst liegen – prüfen Sie, ob das Gehalt zu Ihrer Tätigkeit und Arbeitszeit passt.

Häufige Fragen

Wie viel Netto bleibt bei 700 Euro brutto in Steuerklasse 1?

Bei Steuerklasse 1, ohne Kirchensteuer und mit durchschnittlichem Krankenkassenzusatzbeitrag, bleiben etwa 560 Euro netto übrig. Grund: Sozialabgaben von rund 140 Euro, aber keine Lohnsteuer wegen des Grundfreibetrags.

Kann man mit 700 Euro brutto im Monat leben?

Das hängt stark von Ihren Lebenshaltungskosten ab. 700 Euro brutto ergeben netto etwa 550–620 Euro. In vielen Städten reicht das kaum für Miete und Grundversorgung. Unter Umständen können Sie Wohngeld oder Bürgergeld aufstocken.

Ist 700 Euro brutto ein Minijob?

Nein. Die Minijob-Grenze liegt 2025 bei 538 Euro monatlich. 700 Euro brutto überschreiten diese Grenze, daher handelt es sich um ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis mit Abzügen für Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung.